Endlich in den eigenen vier Wänden wohnen: Viele Menschen erfüllen sich diesen Traum mit einer Eigentumswohnung. Doch Wohnungsbesitzer müssen sich in wichtigen Fragen immer mit anderen Eigentümern einigen. Das klappt nicht immer. Nie mehr Ärger mit dem Vermieter – als Herr in den eigenen vier Wänden hoffen viele Wohnungskäufer auf konfliktfreies Wohnen. Statt mit dem Vermieter muss man sich allerdings mit den anderen Eigentümern arrangieren.

Grundsätzlich kann jeder Wohnungseigentümer in seinen eigenen Räumen nach Belieben verfahren. „Er kann diese bewohnen, vermieten, verpachten oder in sonstiger Weise nutzen, und er kann sie auch vererben“ . Auch finanzielle Pflichten ergeben sich aus dem Kauf einer eigenen Wohnung. „Jeder Wohnungseigentümer muss die Lasten des Gemeinschaftseigentums anteilig tragen“.

Dies gilt etwa für die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, Modernisierung und sonstigen Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums. Auch wenn es einem Eigentümer nicht passt: in einigen Fällen können ihn die Miteigentümer zu bestimmten Investitionen zwingen. Das ist der Fall, wenn die Maßnahmen das Gemeinschaftseigentum betreffen. „Das wäre zum Beispiel die Sanierung eines defekten Daches“. Soll das Gebäude instandgehalten oder -gesetzt werden, reicht den Eigentümern eine einfache Mehrheit, um die Gegner zu überstimmen. Auch wer die Maßnahmen nicht einsieht, muss dann in die Tasche greifen und zahlen – je nach Anteil seines Eigentums. „Es spielt keine Rolle, ob ein einzelner sagt, er habe sich gerade ein Auto gekauft und kein Geld mehr“.

Sollte ein Wohnungseigentümer die Beträge hingegen nicht aufbringen können, kann die Gemeinschaft ihn auf Zahlung verklagen. „Im schlimmsten Fall können die übrigen Wohnungseigentümer mit Mehrheitsbeschluss beschließen, dem säumigen Wohnungseigentümer das Wohneigentum gerichtlich entziehen zu lassen“.

Fazit – das Vorhaben sollte im Detail berechnet werden und mit verschiedenen Szenarien auf mögliche Gegebenheiten in der langfristig Betrachtung sich vorbereitet werden.