Der Grundgedanke des Vergleichswertverfahrens nach §§ 13 und 14 WertV liegt in der „marktorientierten“ Ermittlung des Verkehrswertes, wonach sich der Wert eines Grundstücks an den Preisen für vergleichbare Objekte anlehnt. Insbesondere findet das Verfahren seine Anwendung bei unbebauten Grundstücken. Bei bebauten Grundstücken ist die Anwendung hingegen deutlich schwieriger, da sich vielfältige Einflüsse aus der unterschiedlichen Bebauung des Grundstücks ergeben. Vergleichswertermittlungen für bebaute Grundstücke finden daher nur bei sehr einheitlichen und „standardisierten“ Gebäuden statt, wie dies bei Reihenhäusern bzw. Eigentumswohnungen der Fall sein kann.

Vergleichswerte bilden die beste Basis zur Verkehrswertermittlung, wenn sie aussagekräftig vorliegen. Das grundlegende Problem liegt in der Begutachtung der Vergleichbarkeit. Bei Heranziehen von Vergleichswerten kann ebenso wie beim Sachwert und beim Ertragswert eine Trennung des Bodens vom Gebäude vorgenommen werden. Dies trägt dann zur ohnehin nur schwierig zu gewährleistenden Vergleichbarkeit bei. Darüber hinaus ist die Marktsituation zu beachten, so dass sich insgesamt drei Vergleichsebenen ergeben: die Vergleichbarkeit des Bodens, der Baulichkeiten und der Marktsituation.