Wie in der Sparphase bei der Riester-Rente werden auch beim Wohn-Riester die für die Finanzierung genutzten Beträge nicht versteuert. Erst zum Rentenbeginn unterliegen die über die Laufzeit in einem Wohnförderkonto geführten Sparbeiträge der Steuer. Nun hat der Immobilienbesitzer die Wahl, die Steuerlast in einer Summe zu zahlen oder nach und nach über einen Zeitraum von 17 bis 25 Jahren zu verteilen.

Wohnförderkonto = einfaches Beispiel: Bei 2.100 Euro p.a. wird der Betrag mit der Laufzeit mit 2% aufgezinst. Macht nach 30 Jahren 85.192 Euro, die der Bürger ab Rentenbeginn versteuern muss. Bis 85 muss der Betrag komplett nachversteuert sein. Angenommen, der Bürger ist 65, dann werden die 85.192 Euro durch 20 Jahre bis 85 geteilt. 85.000 / 20 = 4.260 Euro fiktives Einkommen, um welches sich das zu versteuernde Einkommen des Rentners erhöht. Mehraufwand des Rentner bei 30% Grenzsteuersatz = 1.277 p.a./ im Monat ein Hunderter. Oder: Der Bürger zahlt zum Rentenbeginn seine Steuern auf einen Schlag: dafür gibt es 30% Rabatt, lohnt sich meistens nicht.

Anspar- und Tilgungsphase=die nachzuversteuernde Summe = die Summe aller geförderten Riester-Beiträge.